Alle Artikel mit dem Schlagwort: Student

Rabeeh, 26 & Ruby, 1

In den Wirren des syrischen Krieges ist es nur eine Frage der Zeit, bis man mit einer der Konfliktparteien Probleme bekommt. Von einem Tag auf den anderen kann sich ein Leben ändern – und zwar nicht im positiven Sinne. So wie bei Rabeeh, einem jungen Mann aus Homs, der in Damaskus Maschinenbau studiert.

Fares, 25 & Nasser, 32

Wohngemeinschaften entstehen oft aus rein praktischen Gründen, wenn man z. B. in eine andere Stadt zieht und kein Geld für eine eigene Wohnung hat. Nicht so bei Fares und Nasser. Die beiden Syrer lernten sich vor einigen Monaten in der Unterkunft Adlerstraße 44 kennen. „Es war sozusagen Freundschaft auf den ersten Blick“, lachen die beiden jungen Männer, die sich durch ihre ruhige Art ähneln. Seit Kurzem teilen sie sich eine 3-Zimmer-Wohnung im Dortmunder Unionviertel. „Wir hatten einfach Glück im Unglück – die Vermieterin des Hauses hat angerufen und dem Verein sehr kurzfristig eine Wohnung angeboten. Die Entscheidung fiel in wenigen Stunden.“ Bei der Einrichtung half das Projekt Ankommen durch die Vermittlung und Bereitstellung von Spenden; andere Freiwillige und Freunde unterstützen bei Umzug und Renovierung. Eine reine Männer-WG – kann das gut gehen? „Das geht gut. Kochen können wir beide, den Haushalt teilen wir uns, jeder macht das, was er am besten kann. Wir haben ja auch viel Zeit.“ Das ist sowohl für den 25-jährigen Fares als auch den 32-jährigen Nasser eine neue Situation, denn in …

Jude, 31

Am ersten Weihnachtstag 2011 verübt die radikal-islamische Terrororganisation Boko Haram in mehreren Städten Nigerias Bombenanschläge auf christliche Kirchen. In Madalla, unweit der nigerianischen Hauptstadt Abuja, explodiert eine Autobombe vor der St. Theresa Catholic Church. Mehr als 35 Menschen sterben – darunter vier von Judes Brüdern. „Einer meiner Brüder, meine schwangere Frau und ich sind an diesem Tag nicht zur Kirche gegangen, weil sich meine Frau nicht wohlfühlte. Kurz nachdem die anderen zur Weihnachtsmesse gegangen waren, gab es eine laute Explosion. Wir lebten in der Nähe der Kirche – das Dach unseres Hauses flog weg, so stark war die Explosion. Meine Frau wurde ohnmächtig. Es war grauenvoll. Wir hörten Schreie. Lärm. Sahen das Chaos. Wir wussten nicht, ob meine Mutter und meine Brüder überlebt hatten.“ Die lokalen Behörden sind völlig überfordert. Es gibt keine ausreichende medizinische Versorgung für alle Opfer, vor allem fehlt es an Krankenwagen, um die Verletzten in die umliegenden Hospitäler zu bringen. Als Faith, Jude und sein Bruder zum nächsten Krankenhaus eilen, erfahren sie, dass Mutter und Brüder unter den Vermissten sind. Nach …